So bekommst Du langfristig Ordnung im Kleiderschrank!

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Kleidung auf Kleiderbügeln

Ich liebe schöne Kleidung und ich bin keine Minimalistin!

Dieses Bekenntnis gleich vorab, um klarzustellen, dass es mir als Ordnungscoach nicht nur darum geht, die Anzahl der Klamotten in Deinem Schrank auf ein nötiges Minimum zusammenzuschrumpfen!

Ich habe lange als Designerin in der Modeindustrie gearbeitet und hatte ständig Zugang zu günstigen Musterteilen, kostenlosen Trageproben und einem Lager voll Klamotten zum Einkaufspreis. Da fiel es mir schwer, der Klamottenflut im eigenen Kleiderschrank zu entkommen.

Was mir jedoch immer bewusster wurde, dass der Wert jedes einzelnen Teils für mich enorm sank, allein durch die bloße Menge an Teilen! Das habe ich dann grundlegend verändert, als ich aufhörte in der Modebranche zu arbeiten. Ich wollte nur noch Klamotten besitzen, die ich mir wirklich selbst ausgewählt hatte, die meinen Bedürfnissen und meinem Stil entsprachen.

Und daraus ergibt sich für mich heute folgende Message:

Lass Deine Kleidung nicht in Bedeutungslosigkeit versinken! 

Auch wenn Du vielleicht mehr besitzt, als Du wirklich zum Leben brauchst. Erstmal kein Problem! Eliminiere die Teile, die dieses nichtssagenden „Grundrauschen“ in Deinem Schrank erzeugen, wie das fünfzigste Unterziehtop oder Longsleeve für untendrunter.

Trenne Dich von Allem, was Dir nicht passt, oder worin Du Dich nicht wohlfühlst. Und dann versuche es zukünftig anders zu machen!!

Nutze das Potenzial Deiner Klamotten! Finde heraus, was Dir wirklich steht, und welche neuen und spannenden Kombinationen Du mit den vorhandenen Kleidungsstücken finden kannst, bevor Du ständig etwas neues kaufst! Die Veränderung Deines Kaufverhaltens ist ein entscheidender Schlüssel zu langfristiger Ordnung im Kleiderschrank!

Um Dein Kaufverhalten zu verändern hilft es, die Gründe für die Klamottenflut besser zu verstehen.

Diese zwei Gründe spielen dabei die größte Rolle:

1. Du kennst Deinen eigenen Stil nicht

Du weißt nicht was Dir steht, Du orientierst Dich an aktuellen Trends, die Deinem Stil nicht immer entsprechen. Weil Du aber das Bedürfnis hast, durch Deine Kleidung positiv wahrgenommen zu werden, kaufst Du immer weiter auf der Suche nach Deinem Stil und die Fehlkäufe verstopfen langfristig Deinen Kleiderschrank und machen Dir noch dazu ein schlechtes Gewissen.

Was brauche ich?

-Überlege genau was Dein Alltag für Anforderungen an Deine Garderobe hat. 

-Schaue Dir nun genau an, welche Kleidung Du besitzt und ob die Anforderungen Deines Alltags sich mit der Art Deiner Klamotten decken. So wirst Du die Frage nach dem Bedarf klären können.

Was liebe ich?

-Der Bedarf muss nicht deckungsgleich mit den Wünschen sein, die Du an Deine Klamotten hast. Vielleicht bist Du beruflich gezwungen Dich sehr förmlich zu kleiden, aber eigentlich würdest Du Dich am liebsten immer sportlich kleiden. 

-Wie siehst Du Dich also selbst? Zurückhaltend? Laut? Offen? Kommunikativ? Spiegeln Deine Klamotten Deinen Charakter wider?

-Wenn Du Dir ein oder zwei Deiner liebsten und meistgetragenen Outfits anschaust, was fällt Dir auf? Warum fühlst Du Dich darin besonders wohl?

Was steht mir?

Nicht jeder Körper ist gleich und so sieht auch nicht Alles an jedem gleich gut aus!

Bist Du groß? Bist Du klein? Hast Du viel Oberweite, einen kleinen Bauch oder bist dünn und lang wie eine grüne Bohne?

Es gibt viele Kniffe, die wir anwenden können, um unsere persönliche Köperform optisch zu beeinflussen.

Auch Farben und Materialien spielen eine große Rolle! Was hast Du für einen Teint? Was strahlen die Materialien aus, die Du gerne trägst? Finde durch Beschäftigung mit Deiner Kleidung mehr darüber heraus, was Dir wirklich gefällt und worin Du wirklich gut aussiehst! Kleiner Tipp: Fotos sind immer ein gutes Hilfsmittel! Fotografiere Dich in unterschiedlichen Outfits und vergleiche! Was sieht warum besser aus als anderes?

Ich weiß, es ist ein unendlich großes und sehr individuelles Thema!!

Aber es ist sehr spannend sich damit zu beschäftigen. In meinen Kleiderschrank-Coachings merke ich immer wieder, wie glücklich es machen kann, wenn man herausfindet, was wirklich zu einem passt! Der „distanzierte“ Blick einer unabhängigen Person ist dabei sehr hilfreich! 

2. Kleidung kaufen dient Dir zur Kompensation 

  • Du benutzt den Konsum, um Dich zu belohnen 
  • Du konsumierst, um vermeintlich Deinen Selbstwert zu stärken
  • Du konsumierst um Streß abzubauen

Das könnte Dir helfen, um diese Stolpersteine zu umgehen:

Mache Dir bewusst in welchen Situationen Du oft shoppst.

Wenn Du den Impuls verspürst etwas zum Anziehen zu kaufen, halte inne und reflektiere Deinen Tag und Deine momentane Gefühlslage. Hattest Du vielleicht einen anstrengenden Tag in der Arbeit? Hast Du heute vielleicht Kritik erfahren? Hattest Du Streit mit jemandem?

Wenn Dir dadurch bewusst wird, dass es eigentlich etwas anderes ist, was Dir fehlt, überlege wie Du dem Bedürfnis, Dir etwas Gutes zu tun in anderer, nachhaltigerer Weise begegnen könntest!

Welche Dinge streicheln Deine Seele, die keinen neuen Ballast für Deine Wohnung erzeugen? Zum Beispiel Massage, Yoga, Freunde treffen, Bewegung, Maniküre oder Frisör?! Versuche Dich bewusst für eine Alternative zu entscheiden!

Um den direkten Kaufimpuls zu beeinflussen, hilft es auch den Kauf-Prozess einfach zu unterbrechen. Wenn Du z.B. am Computer sitzt und gerade online etwas kaufen willst, dann beschäftige Dich bewusst für 15 Minuten mit etwas anderem! Oder lasse Deine Wunschteile erstmal ein paar Tage im Warenkorb liegen. Schaue Dir alles mit zeitlichem Abstand nochmal durch. Meine Erfahrung zeigt, dass man dann gar nicht mehr alles so dringend braucht!

Na, hast Du Lust bekommen Deinen Kleiderschrank ordentlich auf den Kopf zu stellen?

Egal ob Du es alleine machen willst, oder mit mir in einem Coaching, ich hoffe ich konnte Dir ein paar hilfreiche Impulse geben!

Deine Lotte

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